Leitfaden · ab CORE
Der Kundenfragebogen — einmal richtig, dann nie wieder von vorn
Großkunden schicken ESG-Fragebögen, und jeder sieht anders aus. Der Trick ist nicht, schneller auszufüllen, sondern die Antworten einmal so abzulegen, dass der nächste Bogen zur Fleißarbeit wird statt zum Projekt.
Wen es betrifft
Zulieferer ab etwa zwanzig Mitarbeitenden, besonders in Automotive, Maschinenbau, Verpackung und Chemie. Eine gesetzliche Pflicht steckt dahinter selten, der Druck kommt vom Kunden.
Was es kostet, wenn man es lässt
Jeder Bogen kostet ohne Vorbereitung zwei bis fünf Personentage, meistens beim Geschäftsführer oder in der Qualitätssicherung. Wer zu spät oder unvollständig antwortet, fliegt im schlechtesten Fall aus der Lieferantenliste.
Was zu tun ist
- Alle Bögen der letzten zwei Jahre einsammeln und die Fragen clustern. Erfahrungsgemäß wiederholen sich achtzig Prozent.
- Eine Antwortbibliothek anlegen: Frage, Antwort, Datenquelle, verantwortliche Person, Stand.
- Die Kennzahlen einmal sauber erheben, die überall auftauchen: Energieverbrauch, CO₂ aus Scope 1 und 2, Beschäftigtenzahlen, Unfallquote.
- Einen Freigabeweg festlegen, wer darf welche Zahl nach außen geben.
- Die Bibliothek einmal im Jahr aktualisieren, am besten direkt nach dem Jahresabschluss.
Wie wir dabei helfen
Dieses Thema steckt im Themenfeld Reporting, Rating & Governance und ist ab dem Paket CORE (12-Monats-Zyklus) enthalten.
Stand August 2026. Erste Orientierung, keine Rechtsberatung. Ob und ab wann eine Pflicht dich wirklich trifft, klärt der Pflichten-Radar grob und der Betroffenheits-Check in ESSENTIAL verbindlich.